4. Zeitforscherinnen Reise in den Osterferien 2021

In der ersten Osterferienwoche machen wir die 4. Zeitforscher*innen-Reise in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum, dem Pestalozzi-Fröbel-Haus und Jugend im Museum. Die Projektwoche findet im Nachbarschaftszenrum Steinmetzstraße statt. Schon früh ist uns klar, daß wir die Führung durch das Deutsche Historische Museum nur virtuell machen können. Gregor Lietzau hat extra für uns eine virtuelle Führung zum Thema Forschungsreisen vorbereitet. Die Reise beginnt mit mit der Naturforscherin und Malerin Maria Sibylla Merian, die viel über Insekten geforscht hat. Danach erzählt er uns von den Brüdern von Humboldt. Anschließend schaltet sich Gregor Lietzau zu uns und beantwortet die Fragen der Zeitforscherinnen.

Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte

Von der Naturforscherin Merian beeindruckt, wollen die drei Freundinnen Aischa, Layla und Hiba einen Film über die Rechte von Frauen machen. Sie haben die Ideen, daß ein Mädchen durch die Jahrhunderte reisen soll und dabei verschiedene Frauen treffen soll.

eine Zeitreise durch die Jahrhunderte ein Film von Aischa, Layla und Hiba

Das Monster unterm Mikroskop

Abdelwahab hat sich nach Ansehen des PowerPoint-Vortrags im Historischen Museum entschieden, dass er unbedingt etwas zu den Humboldt Brüdern machen möchte. Er kam ganz schnell ins Schreiben und Zeichnen. Wie mag das wohl gewesen sein, die beiden Brüder unter einem Dach, der Eine rechnend und der Andere forschend. Bestimmt haben sie gemeinsam viel Spaß gehabt und sich manchmal auch gegenseitig aufgezogen, so wie Brüder gelegentlich sein können. Es war beeindruckend ihn bei seiner konzentrierten Arbeit zu beobachten. Wir hatten dann schon am ersten Tag sehr schnell einen Text und ein paar Zeichnungen. Die Figuren der Brüder, ihre Arbeitsgeräte und ein Forschungsschiff. In Abdelwahab`s Geschichte macht Alexander eine komische Entdeckung unter dem Mikroskop..

Corona bestimmt momentan unseren Alltag, so musste Abdelwahab schon am zweiten Tag für den Rest unserer Projektwoche leider präventiv in Quaräntäne gehen. Wir haben dann ab dem nächsten Tag einfach online weitergearbeitet. Wir haben ihm die Funktionen auf der Trixmix.tv Seite erklärt und ihn befähigt alleine an seinen Animationen zu arbeiten. Tag für Tag haben wir uns zu bestimmten Uhrzeiten in der Videokonferenz getroffen, uns über seinen Stand seines Filmes ausgetauscht und geschaut, was noch fehlt. Abschließend hat er sich noch passende Töne für die Vertonung ausgesucht, und selber seine Zwischentexte eingesprochen. Ganz im Sinne von Teamarbeit beim Film haben vor Ort parallel zwei Jungs aus unserer Gruppe live die Brüder Humboldt gespielt und eingesprochen. Beim Zusammenschnitt des Filmes haben wir dann noch geholfen.

Das Monster unterm Mikroskop ein Film von Abdelwahab


Die Essensklauer

Es gab viele Ideen für einen Film. Das Fünfer-Team einigte sich, etwas über die ‚Esskultur der Türkei‘ zu machen und sammelte stichwortartig verschiedene landestypische Gerichte, Gewürze, Heißgetränke, Süßigkeiten. Als sich dann die Gelegenheit ergab, dem Museumspädagogen Online Fragen zu stellen, kam eine interessante Legende ins Spiel: das osmanische Reich, damals weit nach Europa hineinreichend, belagerte im Jahr 1683 die Stadt Wien und man versuchte, durch das nächtliche Graben eines Tunnels unter der Stadtmauer Wien einzunehmen. Die Bäcker der Stadt waren in den frühen Morgenstunden bereits wach und hörten so die unterirdischen Geräusche der Tunnelgräber. Die Eroberung Wiens konnte verhindert werden, und zur Feier dessen erfanden die Wiener Bäcker das halbmondförmige Gebäck, aus dem letztlich auch das französische Croissant hervorging.

Für den Film ‚Die Essensklauer‘ wurde diese (historisch nicht zweifelsfrei belegte) Anekdote abgewandelt: die türkischen Truppen haben den Angriff auf Österreich (und Frankreich) überhaupt nur gestartet, weil das von ihnen erfundene Halbmondgebäck von diesen Ländern geklaut und als ihres ausgegeben wurde. Am Ende einigt man sich im besagten Tunnel, bevor es zum Krieg kommen muss, auf die Gründung eines neuen gemeinsamen Landes, in dem das leckere Gebäck für alle da ist. Dieses neue europäische Schlaraffenland trägt die Flagge mit dem Croissant und dem Stern. Mit viel Begeisterung und besonderem Ehrgeiz beim Drehbuchschreiben erarbeitete die Gruppe diesen ‚Geschichts-Fantasyfilm‘, bei dem sich die anfänglichen kriergerischen Gebahren letztlich in der Verbrüderung der Völker und in einer friedlichen Fantasie-Staatsgründung auflösen.

ein Film von Alperen, Muhammed, Hazal, Asiye, Mustafa