6. Wort vor Ort Projektmonat zum Thema Berufe im Dezember 2018

Im Dezember 2018 ist das Mobile Sprachlabor zu Gast im Oberstufenzentrum Handel in Kreuzberg. Es ist das größte Oberstufenzentrum Deutschlands. Hier gibt es vier Willkommmensklassen, die von fünf Lehrerinnen betreuet werden.

Wir haben mit allen 32 Willkommensschüler*innen der vier Willkommensklassen gearbeitet. In zwei Projektphase sind an jeweils 4 Tagen zusammen mit 16 Willkommensschüler*innen vier Trickfilme entstanden.

In Kleingruppen von 4 Schüler*innen sind acht beeindruckende Trickfilme zum Thema Berufe entstanden:

Der Koch, sein Friseur und die Kopfhörer ein Film von Saher, Gabriel, Ali & Guuleed.

„Nach seinen Besuch bei Friseur Saher bemerkt der Koch Gabriel, dass etwas wichtiges verschwunden ist… Ali freut sich auf Kundschaft.“

Traum und Hoffnung, ein Film von Aya, Danielly, Mohammed Ali, Muhammad Soud mit Hilfe von Barakat

„Unser Film handelt von einer abenteuerlichen Reise nach Bagdad. Mohammed Ali fliegt Muhammad Soud und verkleidet sich. Er tut so, als ob er Leonardo, ein erfahrener Pilot ist. Dafür braucht er die Hilfe von der Designerin Danielly und der Friseurin Aya.“

Netzwerk hilft, ein Film von Alyamama, Ahmad, Mahmoud und Merhan

Nahed Mansour: „Die Teilnehmer*innen in der Gruppe Netzwerk hilft wollten etwas lustiges in ihre Geschichte bringen. Sie hatten die Idee, dass jemanden kontrolliert wird in der S-Bahn. Doch dadurch lernen sie sich kennen und unterstützen einander. Der Film zeigt die Arbeitsorte der Traumberufe , die sich die Jugendlichen wünschen: Automechaniker, Bankangestellter und Kellern in einer Shisha-Bar.“

Nachtschicht in der Autowerkstatt, ein Film von Hassan, Alaa und Mohammed Bibi

2. Projektwoche:

An den folgenden vier Tagen sind vier weitere Filme entstanden. Die zweite Gruppen waren etwas chaotisch, weil viele Schüler*innen nicht durchgehen anwesend waren. Zum Glück hatten einige erfahrene Trickmisch-Expert*innen der ersten Woche, wie Danielly, Saher und Barakat Lust weitere Trickfilme zu machen. Sie unterstützten die Gruppen und zeigten den neuen Teilnehmer*innen, wie man die Trickfilm herstellt.

Kaputte Autobahn, ein Film von Mohammad Ghaith, Ismael, Danielly, Barakat – mit Hilfe von Saher, Ziyada und Mohammad Al-Matar

„Malermeister Barakat ist sehr erfreut: endlich kann er seinen BMW aus Mohammads KFZ-Werkstatt abholen. Er ahnt jedoch nicht, dass er nicht sehr weit kommen wird… und unter welchen Umständen er dem Grafikdesigner Ismael begegnen wird.“

Das Filmteam beschreibt ihren Film: „Ghaith ist Automechaniker und repariert einen BMW in seiner Werkstatt. Der Kunde holt den Wagen ab und freu sich, denn er möchte endlich wieder einen Ausflug machen. Aber: Die Autobahn ist kaputt und er bleibt stecken.“

Wer ist glücklicher ?, ein Film von Xhovalino, Musawer mit Hilfe von Ziyada

Das Filmteam beschreibt ihren Film: „Musawer ist Banker und sitzt jeden Tag allein im Büro. Xhoni ist Fußballer und dribbelt jeden Tag allein auf dem Spielfeld. „Hey Musawer, komm, beweg dich und spiel mit mir“, ruft er. Es ist langweilig allein. Musawer findet es langweilig, allein im Büro zu sitzen. Er spielt mit Xhoni. Sie haben eine Idee…“

Begegnung und Zufall, ein Film von Ziyada, Alyamama, Khalil und Mahammed

Das Filmteam beschreibt ihren Film: „Alyamama ist Berufsberaterin, ihr erster Kunde ist ein Schuster, der Arbeit sucht. Ziyada ist Alyamamas Freundin. Ihr erster Kunde ist Torwart. Ziyada verkauft ihm Augentropfen, damit seine Augen immer offen bleiben. Alle treffen sich in der Sushi Bar und: Der Torwart braucht Schuhe für seine ganze Mannschaft.“

Berufswünsche

Das Filmteam beschreibt ihren Film: „Daniel möchte Architekt werden. Er hat eine Architekturzeichnung gemacht. Saidwali weiß noch icht, was er werden möchte… am liebsten geht er in den Park…“

Thurit Kremer, Künsterlin die die Filme „Berufswünsche“ und „Nachtschicht in der Autowerkstatt“ begleitet: „Die Experten der ersten Woche besuchten uns in der zweiten Woche freudig und unterstützungswillig. Die Schüler in der zweiten Woche stecken mitten in der Alphabetisierung. Manche brauchen Zeit sich in die geordneten Schulabläufe einzufinden, so auch in die Struktur unseres Workshops. Aber Freude und Stolz am Tag der Präsentation macht alle Mühe wett und wir schauen in zufriedene und glückliche Gesichter.“

Feedback der Schüler*innen:

Ghaith: „Das Projekt war sehr schön, alles war toll.“

Alyamama: „Das Projekt hat viel Spaß gemacht.“

Daniel: „Ich habe gelernt, eine Geschichte zu schreiben und die Geschichte zu fotografieren und alles über meinen Beruf.“

Ghaith: „Ich habe gelernt, wie man einen Film macht. Ein Trickfilm braucht viel Geduld“