Formate

Trickmisch lädt ein, mit selbst gestalteten Trickfilmen deutsch zu lernen oder experimentell mit Wort und Bild umzugehen.

Seit 2013 arbeitet das Trickmisch-Team als ErfinderInnen des mobilen Sprachlabors in verschiedenen Einrichtungen in Berlin, wie Willkommensklassen, Notunterkünften oder anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Bisher sind über 50 Trickfilme von über 250

TeilnehmerInnen, die neu in Deutschland angekommenen sind, entstanden. Sie organisieren kreative Arbeitsprozesse in der Gruppe, treffen gemeinsam Entscheidungen und eignen sich technische und handwerkliche Fähigkeiten an. Sie entwickeln eine gemeinsame Sprache für ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen.

Konkret bedeutet das einen zeitlichen Rahmen von einer Projektwoche, in der die Trickfilme im Legetrick-Verfahren erarbeitet werden. Die SchülerInnen zeichnen Figuren, die zu Scherenschnitten ausgeschnitten und an Gelenken verbunden werden können. Am Tricktisch lassen sich diese Papierfiguren und -objekte anschließend animieren und im Audiostudio wird der fertige Film vertont. Mit jedem Film wächst das Scherenschnittarchiv, das im Online-Tool der Seite www.trixmix.tv benutzt werden kann. Dort tauchen alle Zeichnungen im  »sprechenden Bilderwörterbuch« auf, wo sie weiter benutzt werden können.

Was ist Trixmix?

Wie analog am Tricktisch hat man auf der eigens entwickelten Internetseite www.trixmix.tv die Möglichkeit, die digitalen Scherenschnitte auf einem virtuellen Tricktisch zu bewegen und Foto für Foto zu animieren. Bildhintergründe und Geräusche lassen sich kinderleicht hinzufügen. Die analog erarbeiteten Filmelemente der Projektwochen werden auf digitaler Ebene für selbstständiges Lernen und Experimentieren zur Verfügung gestellt.

Die BesucherInnen werden zu SprachspielerInnen- es können Wörter gesucht, gefunden, und neu zusammen gesetzt werden. Das Bildwörterbuch lädt ein, mit Worten zu spielen, sie zu lernen oder dem Klang der Aussprache zu lauschen. Bilder-Geschichten oder abstraktere Bild- und Textcollagen können zusammen gebaut und online animiert werden. So lässt sich die deutsche Sprache erfahren, wie andere Kinder es vorschlagen: Man lernt voneinander, also miteinander.